Radiologie Wiemelhausen
Radiologische Praxis

Dr. med. Weber-Schmitz


Magnetresonanztomographie (MR) /
Kernspintomographie
  

Durch Einwirkung eines starken Magnetfeldes werden die Wasserstoffatome (Protone) des Gewebes ausgelenkt. Nach Abschalten des Magnetfeldes kehren die Atomkerne in die Ausgangslage zurück. Die dadurch frei werdende elektromagnetischen Wellen werden über eine Spule aufgezeichnet. Die Signalintensität (Helligkeit) eines Bildes wird sowohl von der Atomkerndichte als auch von der Zeit, die die Atome für die Rückkehr in ihre Ausgangslage benötigen, bestimmt. Diese Relaxationszeit ist abhängig von der Interaktion der ausgelenkten Protonen (Atomkerne) mit den umgehenden Molekülen und von der Wechselwirkung der Protonen untereinander.

 
  

Untersuchungs-
möglichkeiten:

Mit dem leistungsfähigen modernen Kernspintomographen können ohne Strahlenbelastung Gelenk, Wirbelsäule, Kopf- und Brust-/ Bauchuntersuchungen genauer als mit herkömmlichen röntgenologischen Routineverfahren untersucht werden.

Vorallem bei der Früherkennung von Tumoren und Entzündungen im Kopf/Rückenmarksbereich z.B. der Multiplen Sklerose und Hirnhautentzündungen wird das moderne Untersuchungsverfahren eingesetzt. Sowohl Gefäßdarstellungen von Arterien und Venen als auch Früherkennungsmethoden beim Schlaganfall können durchgeführt werden. Außerdem kann die Untersuchung der weiblichen Brust durch eine sehr genaue, nicht strahlenbelastende Methode ergänzt werden (MR-Mammographie). 

Durch ultraschnelle Sequenzen, spezielle Untersuchungsspulen und einer ansprechenden Gerätegeometrie können Untersuchungen schnell und komfortabel durchgeführt werden.

Untersuchungsablauf:

Die Untersuchung selber dauert ca. 20 Minuten. Schmuck (z.B. Uhr, Ohrringe, Ringe), Brille, Zahnspangen, Hörgeräte, Geldbörse etc. müssen vorher abgelegt werden. Der Patient/die Patientin wird in einen kurzen Tunnel gefahren, der an beiden Seiten offen ist. Während der Untersuchung wird ein Klopfgeräusch von den in dem Gerät befindlichen Gradientenspulen abgegeben.

Die Untersuchung kann jederzeit durch einen Schalter vom Patienten/von der Patientin) unterbrochen werden. Das Personal beobachtet den zu Untersuchenden durch eine Glasscheibe und über eine Kamera während der Untersuchung. Bei manchen Untersuchungen ist eine Kontrastmittelapplikation nötig, um eine bessere Aussagefähigkeit zu bewirken.

Nicht geeignet für die Kernspintomographie sind Patienten/Patientinnen mit Herzschrittmachern, Insulinpumpen, Innenohrtransplantaten oder frischen operativ bedingten eingebrachten Metall (z.B. OP-Clips etc.). Bei Operationen die länger als 1/4 Jahr zurückliegen ist eine Kernspintomographie möglich.

Nach der Untersuchung werden die kernspintomographischen Bilder auf einen Röntgenfilm abfotografiert und mit dem Arzt besprochen.

 

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